Auch Dr. Christos Pantazis von bundesweitem Hacker-Angriff von rechts betroffen

Bild: Robin Koppelmann

Am Freitag, 4. Januar erbeuteten offenbar aus rechten Kreisen gesteuerte Hacker bundesweit die privaten Daten dutzender Spitzenpolitiker und veröffentlichten sie im Netz. Auch Dr. Christos Pantazis, stv. Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, ist betroffen. Hier sein Statement.

„Aus welchem Milieu die Hackerangriffe gesteuert wurden verrät allein die Tatsache, dass die Daten von AfD-Spitzenpolitikern nicht veröffentlicht wurden.

Das ist ein plumper Versuch der Einschüchterung von rechts und ihren Helfershelfern, von dem ich mich als Sprecher für Migration und Teilhabe aber nicht beeinflussen lassen werde. Ich stehe zu meinen Aussagen, ich stehe zu meiner Haltung als Demokrat und Verfassungspatriot – ganz gleich ob nun jemand meinen Wohnort kennt, oder nicht.

Derartige Vorfälle sollten unsere Gesellschaft aber insgesamt aufrütteln, da sie einmal mehr deutlich machen, dass die Feinde unserer Demokratie stärker werden.

Das Erstarken des Rechtspopulismus ist kein Kavaliersdelikt und umso entschlossener sollten wir ihm gerade im Europawahljahr 2019 entgegentreten. Denn es steht nicht mehr oder weniger auf dem Spiel als die freiheitliche Grundordnung, wie wir sie heute kennen und schätzen.

In meiner Funktion als Vorsitzender der Braunschweiger SPD aber auch als stellvertretender Vorsitzender und insbesondere als Sprecher für Migration und Teilhabe der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen war ich vermutlich ein ‚passendes‘ Opfer des Angriffs, da ich mich mehrfach explizit auch öffentlich in hart geführten Plenardebatten mit der AfD, als auch Stellungnahmen gegen den Rechtspopulismus bzw- -extremismus positioniert habe.

Persönlich vermute ich, dass die zentralen Server der jeweiligen Landtags- / Bundestagsverwaltungen und Ministerien gehackt wurden, da hier alle Daten zentral hinterlegt sind. Auffällig ist, dass insbesondere die Mitglieder der SPD-Landtagsfraktion in Niedersachsen betroffen sind. Konkret wurden nun meine private Anschrift, Mailadresse und private Handy- und Festnetznummer veröffentlicht. Hiervon werden sich aber weder ich, noch meine Kolleginnen und Kollegen in der SPD-Landtagsfraktion einschüchtern lassen!“