Dr. Christos Pantazis nennt öffentliche Lösung für NordLB „einen ausgezeichneten Tag für die Region“ und sieht Chance für eine eigenständige Braunschweigische Landessparkasse gekommen

Bild: Robin Koppelmann

Bereits im August 2018 hat die „Braunschweiger Gruppe“ der SPD-Landtagsabgeordneten aus der Region Braunschweig um ihren Sprecher Dr. Christos Pantazis unter dem Slogan ‚Wo Sparkasse drauf steht muss auch Sparkasse drin sein‘ deutlich gemacht, dass es für die Nord-LB und die Braunschweigische Landessparkasse (BLSK) nur eine Zukunft in öffentlich-rechtlicher Hand geben kann. Hierfür hat die SPD-Gruppe zuletzt gemeinsam mit den regionalen Hauptverwaltungsbeamten, den Gewerkschaften und der Wirtschaft in bemerkenswerter Eintracht geworben. Nachdem sich der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Donnerstag, 31. Januar entschlossen hat, ein Angebot für die Nord-LB abgeben zu wollen, äußert sich Dr. Christos Pantazis wie folgt:

„Unser großer Aufwand der vergangenen Tage zahlt sich aus, heute ist ein ausgezeichneter Tag für die Region Braunschweig. Die ‚Braunschweiger Gruppe‘ steht hinter der öffentlich-rechtlichen Lösung für die Nord-LB und wird im Landtag einem entsprechenden Grundsatzbeschluss zustimmen, um die Bank mit neuem Kapital auszustatten.

Es ist ein starkes Signal für uns aus Niedersachsen, dass es der Landesregierung um Stephan Weil gelungen ist, eine Traditionsbank wie die Nord-LB vor dem Einstieg privater Fonds zu bewahren. Das ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr, demonstriert aber umso mehr das Verantwortungsbewusstsein einer sozialdemokratisch geführten Landesregierung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, die ihr Geld in öffentlichen und damit sicheren Händen wissen wollen.

Für die Braunschweigische Landessparkasse (BSLK) ist die Geschichte hiermit indes noch nicht zuende erzählt. Dieser Krimi um die Nord-LB hat verdeutlicht, dass die kommunale Familie der Region die Verantwortung für eine starke Braunschweiger Sparkasse wieder mittelfristig in die eigene Hand nehmen muss, so wie es OB Ulrich Markurth und Gerhard Glogowski bereits angeregt haben.

Dies kann jedoch nur durch eine Herauslösung der BLSK aus der Nord-LB gelingen, was auch unserer historischen Verantwortung gerecht werden würde. Die Kommunen unter Führung von OB Markurth haben hierzu die Hand bereits ausgestreckt und wollen ihre Trägerschaft wahr- und damit Verantwortung übernehmen.

Im Namen der Region appellieren wir, dass dieses Angebot in Hannover auf offene Ohren stößt, jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen derart großen Schritt. Die Sparer und der hiesige Mittelstand zwischen Harz und Heide werden es danken, denn für unsere Region ist eine starke Sparkasse systemrelevant.“