Landtagsaussprache zur Abschaffung der Zeitumstellung – Pantazis: „Europaweit einheitliche Lösung muss gefunden werden, Stückwerk wäre Gift für Niedersachsens Wirtschaftsketten“

Bild: Robin Koppelmann

Dr. Christos Pantazis, europapolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, hat sich während der Plenarsitzung am Donnerstag, 24. Oktober für ein europaweit einheitliches Vorgehen bei der Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen: „Unkoordiniertes Stückwerk, bei dem jeder EU-Mitgliedsstaat eine eigene Lösung findet, konterkariert die europäische Grundidee und ist zudem Gift für die funktionierenden Zulieferketten der Wirtschaft.“ Der Landtag folgte diese Argumentation und beschloss einen entsprechenden Änderungsantrag der Fraktionen von SPD und CDU.

Nötig wurde die Aussprache, da sich die Umsetzung der im Sommer 2018 beschlossene Abschaffung der Zeitumstellung verzögert. „84 Prozent der Europäer haben sich seinerzeit für die Abschaffung ausgesprochen, das ist ein einzigartiges, gemeinsames Votum. Wir fordern die Bundesregierung nun auf, diesen Wunsch der Menschen zügig umzusetzen und die Gespräche auf der europäischen Ebene zu intensivieren“, so Pantazis weiter. Als promovierter Arzt hob dieser auch den medizinischen Nutzen der Abschaffung einer Zeitumstellung hervor: „Diese führt nachweislich zu Schlafstörungen und Müdigkeitserscheinungen. Eine Abschaffung fördert damit zugleich die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger.“